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Auswertung der niedersächsischen Kriminalstatistik hat ergeben: Aussiedler sind im Vergleich zu Ausländern aber auch zu hier geborenen Deutschen am wenigsten kriminalitätsbelastet
Pressemitteilung


Seit 1998 werden in der polizeilichen Kriminalstatistik des Landes Niedersachsen Aussiedler als Unterkategorie der deutschen Staatsangehörigkeit erfasst.

Aufgrund dieser Daten konnte das LKA Niedersachsen in einer Analyse für die Städte Hannover und Wolfsburg auch für die Aussiedler so genannte Tatverdächtigenbelastungsziffern (TBV) ermitteln und mit denen von Ausländern und hier geborenen Deutschen vergleichen. Ausgangspunkt der Analyse war die Hypothese, dass die Kriminalitätsbelastung von Aussiedlern zwar geringer ist als jene von Nichtdeutschen, aber größer als die von in der Bundesrepublik geborener Deutscher.

Die Auswertung ergab jedoch, dass die Kriminalität der Aussiedler grundsätzlich auch unter der der deutschen Bevölkerung liegt und selbst bei den als besonders kriminell wahrgenommenen heranwachsenden Aussiedlern die Kriminalitätsrate nicht einmal halb so groß wie bei den hier geborenen Deutschen ist.

Dennoch ist die von Aussiedlern verursachte Kriminalität ständiges Thema in den Medien. Als Ursache führt die Auswertung an, dass Aussiedler tendenziell eher in Deliktsbereichen auffällig werden, die einen besonders hohen Nachrichtenwert besitzen, so z.B. Gewaltstraftaten, Drogendelikte und KFZ-Delikte. Außerdem sei die Wahrnehmung von jungen Aussiedlern geprägt durch in der Öffentlichkeit sehr präsente, weil laut in einer fremden Sprache redende, oft große Gruppen, die aufgrund ihrer Andersartigkeit Angst einflößen - ohne dabei jedoch in irgendeiner Weise kriminell sein zu müssen.

Dazu erklärt der Aussiedlerbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jochen-Konrad Fromme, MdB:

"Es wäre wünschenswert, dass die sehr emotional geführte Diskussion um die Aussiedlerkriminalität auf eine sachliche Ebene zurückgeführt wird und nicht weiterhin durch einseitige Medienberichterstattung ein falsches Licht auf die Aussiedler geworfen wird, wodurch die in den letzten Jahren problematischer gewordene Integration noch mehr erschwert wird."

Jochen-Konrad Fromme Mitglied des Deutschen Bundestages Aussiedlerbeauftragter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion




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