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Unsere Jugend
(Heimat, Nr. 02 (77) 2005)

Michael Reinbold Elvira Urmeew Artem Schetnikow Robert Stiglitz
Katharina, Viktor Schmidt Juliane Bär Elena Dobrodij Natalia Schmidtgal
Ilja Rasch Die Brüder Sergej und Alexander Tschernjawskich aus Ochsenfurt, Andrej und Jakow Senger aus Nassau
Michael Reinbold
Im Jahre 1989 kam Michael aus Moldavien nach Deutschland. Damals war er 11 Jahre alt. Jetzt wohnt Michael in Bad Nauheim. Seine Leidenschaft ist Kickboxen. Vor kurzem wurde er Europameister in Maribor, Slovenien, in der Disziplin L e i c h t k o n t a k t (Gewichtsklasse – 89 kg). Michael ist seit 2003 in der Nationalmannschaft. Der 27-Jährige ist vielseitig talentiert: Michael studierte an der Uni Marburg (Fach: Pharmazie). Zurzeit ist er Doktorand an der Marburger Universität. Aber in seiner freien Zeit beschäftigt er sich ausschließlich mit dem Kickboxen. Michael trainiert in Schotokan-Club in Butzbach, wo er gleichzeitig als Trainer ehrenamtlich tätig ist.



Elvira Urmeew
ist 14 Jahre alt und geht in die 10.Klasse des Gymnasium Roden-Kirchen in Köln. Nach Deutschland kam sie im Alter von sechs Jahren (1996). Sie ist seit drei Jahren Klassensprecherin und arbeitet als Redakteurin am Schuljahrbuch mit. Zu ihren Lieblingsfächern zählen Mathe und Englisch und sie möchte die 11. Klasse im Ausland in Kanada verbringen. Auch wirkt sie seit 2 Jahren am Austauschprogramm ihrer Schule mit Wolgograd mit, sodass sie 2003 eine für sie sehr prägende Reise nach Moskau und Wolgograd unternehmen können. Ihr Hobby ist das Tanzen. Sie tanzt Modern in der Auftrittsformation und Gesellschaftstanz.



Artem Schetnikow
Seit 8 Jahren bin ich in Deutschland und seit einem Jahr in der “Grazia”. Ich schließe gerade meine Ausbildung als Metallbauer ab und habe vor, zur Sozialp6auml;dagogik zu wechseln. Durch “Grazia” habe ich entdeckt, dass ich tanzen kann. Ich bin Gott und der Gruppe dankbar, dass ich dieses Talent in mir entwickeln kann.



Robert Stiglitz
Im Alter von 19 Jahren kam Robert 2001 nach Deutschland. Er ist ausgebildeter Sportlehrer – in Russland (Region Krasnodar) absolvierte Robert die Sportfachschule. Schon in Russland konnte Robert seine ersten Sporterfolge verzeichnen – er ist Russlands Sportmeister, außerdem errang er die Meisterschaft von Südrussland. 2003 sicherte sich Robert den J u n i o r e n Weltmeisterschaftstitel der IBF, den er auch dreimal verteidigen konnte. Jetzt bleibt der Gürtel des Weltmeisters Robert für immer erhalten. Auch 2003 wechselt Robert in die IBF und erringt die IBF Intercontinental- Meisterschaft, die er schon einmal verteidigte. Parallel zu seiner Boxkarriere studiert Robert an der Sportakademie in der Region Krasnodar fern. Über sein Talent und seine Erfolge haben viele deutsche Zeitungen berichtet. Robert konnte auch seine „beste Hälfte” finden, im Oktober letztes Jahres fand die Hochzeit mit seiner Traumfrau statt. Anna – ist Profifriseurin, zusammen mit ihrer Mutter eröffnete sie ihr eigener Frisiersalon. Als wir Robert gefragt haben, wovon er träumen würde, so antwortete er eindeutig: „Ich will der Weltmeister in meiner Gewichtsklasse werden”.



Katharina, Viktor Schmidt
Im Alter von 15 Jahren kam Katharina aus Kasachstan nach Deutschland. Noch in Kasachstan absolvierte sie die Musikfachschule. Katharinas Großeltern sind Kaukasus- und Krimdeutsche und ihre Eltern kamen nach Kasachstan während der Kriegsjahren. In der Familie wurde deutsch gesprochen Schmidt und die Großmutter beherrschte sogar Plattdeutsch, deswegen hatte auch Katharina keine Probleme mit der Sprache. Katharina hat die Fachhochschulreife erworben, sie ist ausgebildete Bürokauffrau. Ihre Ausbildung hat sie bei der Firma Ineltek Vertrieb gemacht. Nach der Lehre wurde sie in derselben Firma angestellt, wo sie aus 400 Bewerbern ausgewählt wurde. Sie ist im Vertrieb von elektronischen Bauteilen beschäftigt. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt in der Markterweiterung in Osteuropa. Katharina nimmt sehr oft an internationalen Messen teil, die in Moskau stattfinden. Zusammen mit ihrem Ehemann Viktor hat sie ein Haus gebaut: Wie man so sagt, sie habe Wurzel in den Boden der historischen Heimat gefasst, denn nach Deutschland ist sie für immer gekommen.



Juliane Bär
1996 kam Juliane nach Deutschland aus der russischen Stadt Omsk. Ihr Vater ist Wolgadeutscher. Juliane glaubt, dass sie nach Deutschland für immer gekommen ist. An der Uni Potsdam studiert sie Verwaltungswissenschaft im 3. Semester. Juliane interessiert sich für Politik, mit großer Aufmerksamkeit verfolgt sie alle politischen Ereignisse im Land. Sie mag Musik und Bücher, spielt Piano. Juliane sagte uns, dass sie mit ihrer gesellschaftlichen Position, ihrem Studium und Leben die von den M a s s e n m e d i e n vertretene Meinung, dass alle jungen Russlanddeutsche faul und kriminell seien, widerlege. Mit ihrer zukünftigen Arbeit möchte sie etwas Nutzvolles für ihr Volk tun. Zusammen mit ihrem Mann Grigorij zieht sie ihr 3- jähriges Töchterchen Isabel auf. In Kürze erwartet die junge Familie ihr zweites Kind. Aber Juliane und Grigorij sind der Meinung, dass die Geburt des Kindes das Studium von Juliane nicht beeinflussen wird.



Elena Dobrodij
Elena kommt aus Rowno (Ukraine). In Deutschland ist sie seit 05.05.99. In Rowno absolvierte sie drei Semester an der Uni. In Deutschland musste Elena alles von vorne anfangen – zunächst ein Deutschkurs, dann Abitur. Heute studiert sie BWL an der FU Berlin. Momentan ist Elena im 3.Semester. Ihr Ziel besteht darin, das Studium zu Ende zu bringen und das Diplom zu bekommen. Sie beherrscht russisch, ukrainisch und deutsch, kann auch polnisch. Sie zieht allen Sportarten Volleyball vor.



Natalia Schmidtgal
20 Jahre alt, seit 10 Jahren bin ich in Deutschland und in der Gruppe “Grazia”. Ich mache gerade Abitur. Ich habe ganz viele Freunde, die fast alle aus der “Grazia” kommen. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich in der Gruppe sein darf.
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Ilja Rasch
Ilja ist deutscher Weltmeister in Tha-Kwan-Do in seiner Gruppe „BJugend” und in der Gewichtsgruppe von 53 bis 58 kg. Er besitzt einen gr%uuml;nen Gürtel. Schon in Russland interessierte sich Ilja für Sport, zwei Jahre lang machte er Kixboxing. In Deutschland trainiert er in dem Barmen JTV Verein in Wuppertal. Sein Trainier ist der Tha-Kwan-Do-Kenner Witalij Kwaktun. Ilja interessiert sich außerdem für Mathematik und nimmt Klavierstunden.
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Die Brüder Sergej und Alexander Tschernjawskich aus Ochsenfurt,
Andrej und Jakow Senger aus Nassau

Diese vier junge Männer sind Gewinner einer der Sambomeisterschaften von Deutschland. Sie konnten sich als gute und perspektivische Sportler zeigen. Diese Sportart kann Jungs sehr viel im Leben geben, weil der Kampf solche Eigenschaften wie C h a r a k t e r , Beharrlichkeit, Mut und Grцße d a r s t e l l t . Andererseits ist es Unterhaltung und gesunde Lebensweise. Die höchsten Symbole des Heldenmutes bei dieser Sportart werden diesen vier Sportler noch lange Freude bereiten. Denn diese Symbole erinnern Sergej, Alexander, Andrej und Jakow an das Fest der Stдrke und des Mutes, an dem sie teilgenommen haben.




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Heimat-Родина, 2005-2006

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