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Spätaussiedler gründen Selbsthilfenetzwerk in Sachsen
Bessere Integration von Migranten durch Eigeninitiative
Am 19. und 20. September 2005 trafen sich auf Einladung der Stadt Löbau, des Kulturbüro Sachsen e.V., der RAA Sachsen e.V. und des Selbsthilfevereins Oberlausitz - neue Heimat e.V. über 100 Interessierte aus 25 Vereinen und Initiativen von Spätaussiedlern, jüdischen Zuwanderern und anderen Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion im Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal zu einem Erfahrungsaustausch über ihre Arbeit.
Im Ergebnis der offenen und fruchtbaren Diskussionen beschlossen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein gemeinsames Netzwerk zu gründen und beauftragten einen Initiativkreis mit der Koordinierung der ersten Schritte.
Das Netzwerk setzt sich folgende Ziele:
- es fordert ein Integrationskonzept des Freistaates Sachsen fur Fluchtlinge und MigrantInnen und beteiligt sich an dessen Erarbeitung;
- es unterstutzt seine Mitglieder beim Integrationsprozess in Deutschland aktiv;
- es koordiniert den sachsenweiten Informationsaustausch zwischen den Initiativen und Vereinen der Spataussiedler, judischen Zuwanderern und anderen Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion;
- es organisiert thematische Veranstaltungen zu wichtigen Integrationsthemen, z.B. die Aufklarungsarbeit zu verbreiteten Vorurteilen gegenuber Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion, Rahmenbedingungen fur eine kultursensible Altenhilfe, spezielle Anforderungen fur die Jugendarbeit mit Spataussiedlern und Kontingentfluchtlingen;
- es unterstutzt die Grundung und Entwicklung von Vereinen und die Suche nach Finanzierung und
- es sucht das Gesprach mit Politik und Verwaltung in Sachsen uber die speziellen Problemlagen von Spataussiedlern, judischen Zuwanderern und anderen Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion und Vorschlagen zur Verbesserung dazu.
Der Oberbürgermeister der Stadt Löbau, Dietmar Buchholz, begrüßte die Initiative und versprach, die Gründungsphase sowie die politische Lobbyarbeit in Land und Bund aktiv zu unterstützen.
Das Netzwerk, das sich als eine zivilgesellschaftliche Initiative versteht, lädt weitere Initiativen und Personen ein, sich an seiner Arbeit zu beteiligen. Interessierte können sich melden unter SachsenNetz@t-online.de oder unter Telefon (03585) 41 53 65 bzw. Fax: (03585) 41 53 68 oder (0351) 495 63 44.
St. Marienthal
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