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Resolution
der Teilnehmer der bundesweiten Kundgebung zum Gedenken an den Völkermord an den deutschen Volkszugehörigen in der ehemaligen Sowjetunion und anderen Ländern Osteuropas, der heute vor 64 Jahren von der damaligen Sowjetregierung per Erlass legalisiert und von da an ungehindert und öffentlich vollzogen wurde und unter dessen Spätfolgen die Menschen noch heute leiden.


Wir, die Heimkehrer aus der ehemaligen UdSSR, ehemalige Gefangene der Trudarmeen, ehemalige Entrechtete unter der Kommandantur der Bolschewiken, heutige Bürger Deutschlands und Teilnehmer der bundesweiten Kundgebung, sind mit den immer nur ausweichenden Antworten der Regierung und der Politiker nicht einverstanden (Pet 1-15-06-240-004450) und deshalb wenden wir uns gemeinsam mit allen Müttern (Offener Brief aus 2003 mit 4500 Unterschriften), die für die Einreise und Anerkennung ihrer Kinder als deutsche Volkszugehörige kämpfen, über den Aussiedlerbeauftragten an die deutsche Regierung, das Innenministerium, die Innenminister der Länder, den Bund der Vertriebenen und dessen Organisationen sowie auch an die Kirchen und ihre Organisationen und stellen zum wiederholten Mal unsere unwiderruflichen Forderungen:

1.: Wir fordern eine schnelle, unbürokratische und positive Entscheidung über die mehr als eine halbe Million Anträge von deutschen Volkszugehörigen, die zumeist schon länger als fünf Jahre beim Bundesverwaltungsamt im Aufnahmeverfahren bearbeitet werden.. Diese Anträge beziehen sich hauptsächlich auf die Kinder und Enkel der in den stalinistischen Konzentrationslagern verstorbenen Russlanddeutschen, deren wir heute gedenken, und der am Leben gebliebenen, die heute hier auf dem Platz stehen.

2.: Wir fordern die sofortige Abschaffung des Sprachtests in der jetzigen Form und Gewichtung, nach der die Nationalität bestimmt wird. Diese Maszlig;nahme und ganz besonders deren Bewertung und Auslegung hat in dramatischer Weise in mehr als der Hälfte aller Fälle durch Ablehnung der Anträge zur Trennung von Familien in Friedenszeiten geführt.

3.: Wir fordern dem "Offenen Brief der Mütter" (der im Februar 2003 von der Bundesvereinigung "Heimat" an den Präsidenten, den Bundestag und die Regierung abgeschickt wurde) mit mehr als 4500 Unterschriften und in welchem es sich um die Vereinigung der Familien handelte, endlich Folge zu leisten und dem heute herrschenden Unrecht ein Ende zu setzen.

4.: Wir fordern die Änderung des Zuwanderungsgesetzes in Bezug auf die deutschen Volkszugehörigen, weil deren in den GUS-Staaten verbliebenen Kinder, Enkelkinder und Verwandte ebenfalls deutscher Abstammung sind und aus diesem Grund nicht der Kategorie der Ausländer angehören.

5.: Wir fordern, die Aufteilung der deutschen Volkszugehörigen in Paragraphen §4, §5, §6, §7, §8 aufzuheben. Das ist ein Verstoszlig; gegen das Grundgesetz und die Menschenrechte. Sie macht aus ihnen Menschen dritter Klasse. Die "einheimischen" Deutschen haben keine Aufteilung nach Paragraphen.

6.: Wir fordern, dass Ehegatten und Ehegattinnen anderer Nationalitäten, die mit einem deutschen Staatsangehörigen verheiratet sind, nicht auf das gleiche Niveau wie Ausländer gestellt werden.

7.: Wir fordern die Gleichbehandlung unserer Rentner mit den "einheimischen" Rentnern, da in der Altersstruktur der Heimkehrer am stärksten die Gruppe der 20 - 35 jährigen vertreten ist und gemäszlig; dem Generationenvertrag die Jüngeren die Rente der Alten einbezahlen.

8.: Wir fordern die uneingeschränkte Anerkennung der Schul- Fachschul- und Hochschulabschlüsse sowie der beruflichen Abschlüsse und deren Gleichstellung mit den Abschlüssen in Deutschland.

9.: Ausgehend von der in der Menschheitsgeschichte noch nicht da gewesenen Behandlung der Deutschen in der ehemaligen UdSSR und anderen Ländern Osteuropas, fordern wir, den 28. August 1941 in den Kalender der Gedenktage Deutschlands als "Tag des Gedenkens und der Trauer um ermordeten deutschen Volkszugehörigen in der ehemaligen UdSSR" einzutragen.

10.: Da der Genozid an den deutschen Volkszugehörigen ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Geschichte des gesamten deutschen Volkes ist, fordern wir, diesen Teil deutscher Geschichte in den Lehrplänen aller Schulen zu verankern.

11.: Wir fordern, die Initiative des deutschen Volkes aus den Ländern der ehemaligen UdSSR bezüglich der Errichtung eines Denkmals in Berlin, der dem Gedenken an die während des Genozides in der UdSSR ermordeten deutschen Volkszugehörigen gewidmet ist, nachzugeben und das Vorhaben zu unterstützen und zu fördern. Die Initiative wird unter der Schirmherrschaft der Bundesvereinigung "Heimat" e.V. durchgeführt und aktuelle Informationen dazu durch die Zeitung gleichen Namens "Heimat" veröffentlicht.

12.: Wir fordern die Beteiligung, Anhörung sowie ein Mitbestimmungsrecht von Vertretern der deutschen Volkszugehörigen aus der ehemaligen Sowjetunion und anderen Ländern bei öffentlichen Entscheidungen, Gesetzesänderungen und Erlassen von Durchführungsverordnungen auf allen Entscheidungsebenen. Die Vertreter sind von den Organisationen und Vereinen der deutschen Volkszugehörigen zu wählen und zu entsenden.

Die Teilnehmer der bundesweiten Kundgebung, die dem 64. Jahrestag des Gedenkens an die während der Deportation, Repressalien und des Genozides ermordeten Deutschen gewidmet ist, sowie die ehemaligen Trudarmisten und die Mütter, die für die Wiedervereinigung mit ihren Kindern kämpfen, stimmen dieser Resolution zu und erwarten die öffentlich bekanntzugebenden Antworten der angesprochenen Institutionen, Gremien, Behörden und Organisationen..

Berlin, 27. August, 2005.


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